Martin MaurerFreiburgerAkkordeon WerkstattKlavierserviceMusikunterricht

 

 

 

 

 

Ich studierte Physik und Musik. In Musik erwarb ich das Diplom der Freiburger Musikhochschule im Fach Klavierlehrer und bin seither auch als Musiklehrer tätig. Bald verband ich die beiden "Fächer" in der Tätigkeit als Klavierstimmer und -techniker, zunächst 1983 als Mitarbeiter eines Musikhauses, dann selbständig (ich betreute z.B. über viele Jahre das Freiburger Jazzhaus in Sachen Piano).

Dann entdeckte ich meine Liebe zu den kleinen Balginstrumenten, nachdem ich einige größere Harmonium-Instrumente restauriert und gestimmt hatte, z. B. für Konzerte ; mit Musik von A. Schönberg, und hier die Arbeit an "Balginstrumenten mit freischwingenden durchschlagenden  Zungen" kennengelernt hatte. Ich hatte mich zuvor eingehend mit dem verwandten Stimmen von Klangstäben befasst einschließlich dem komplizierten Stimmen der Obertöne eines Klangstabes, und selbst Metallophone und Xylophone entworfen und gebaut. Die eine Hälfte eines Klangstabes verhält sich entsprechend einer Harmonium- oder Akkordeonzunge. Ich begann selbst verschiedene Akkordeontypen spielen zu lernen:

   

 Den Anfang machte ich auf dem kleinsten Akkordeon-Typ (neben dem Blas-Akkordeon): einer wunderschönen Ziehharmonika "Benny" mit Massivholz-Gehäuse der italienischen Firma CASTAGNARI, deren Instrumente ich heute auch verkaufe, und die ich bei der Freiburger Volkstanzgruppe "Siebenschritt" kennenlernte. (Siebenschritt tanzt heute jeden Montagabend 20 Uhr in der Waldorfschule Freiburg-Schwimmbadstraße mit Life-Musik).Danach kam ein das Piano-Akkordeon dran, und schließlich das chromatische Knopfakkordeon.

       Über das Lehrlingsalter hinaus, stellte ich mir meinen eigenen Ausbildungsweg zusammen im Bemühen um fundierte Kenntnisse auf dem Gebiet des "Handzug-Instrumentenmachers", wie der Beruf nach der Art des Antriebs der Instrumente mit Hand/Arm heißt. Ich konnte hier vom freundschaftlichen Kontakt mit Wolf Linde,ehemaliger Ausbildungsleiter bei Fa. HOHNER, profitieren, der ihm bereitwillig weiterhalf. Denn auch für den erfahrenen Klavierstimmer und - Reparateur war beim Akkordeon-stimmen das vieles neu. Etliche "Sammlerstücke" - also vernachlässigte Quetschkommoden - durchliefen zunächst meine Hände und wurden zu neuem Leben erweckt bis zum optimalen spielfertigen Zustand.

    Die Arbeit an einem Akkordeon erforderte unerwartet viel Zeit. War ein Klavier in wenigen Stunden schon grundlegend zu überholen, so dauert das gleiche beim Akkordeon schon mal -zig Stunden, obwohl ja das Instrument viel kleiner und mechanisch einfacher ist. Das kommt vor allem daher, daß man nicht am "klingenden Ton" direkt arbeiten kann, wie beim Klavier, sondern nur an ausgebauten, nicht-klingenden oder verfälscht klingenden Bestandteilen, sowie vom Anspruch der Dichtigkeit des ganzen Luftweges im Instrument -ein winziges Loch wie ein fehlender Balgnagel von 2 mm macht sich bereits störend bemerkbar.

    Nach Erlangung des Basiswissen machte ich mich auf zu einem Praktikum bei der bekannten Firma VICTORIA im Italienischen Städtchen Castelfidardo, wohl der grösste und vielfältigste Akkordeonherstellungsort weltweit (Ich spreche ohne Berücksichtigung von China). Diese Firma vertrete ich jetzt, wie auch ebenso zu etlichen anderen Italienischen und französischen Akkordeonmarken - BRANDONI, PIGINI, BUGARI, CASTAGNARI, EXCELSIOR, CAVAGNOLO, MAUGEIN, SALTARELLE etc. enger Geschäftskontakt besteht, wobei mir meine italienischen und frz. Sprachkenntnisse hilfreich sind.
(kleine Anektdote: Meine italienischen Kenntnisse begründen sich in meiner Wehrdienstzeit, wo ich auf eínem Batallionsbüro arbeitete. Als dort ein wichtiges Dienstsiegel verschwand, fand ich mich plötzlich verdächtigt und wurde nach Sardinien in eine Nato-Kaserne "strafversetzt" für einige Monate, ein Langenscheidt-Italienisch im Gepäck (und das grosse Latinum im Kopf). Ich musste Offiziere und auch tonnenweise scharfe Munition durch die extrem engen oft gefährlichen Gebirgssträsschen fahren; eine Belohnung waren u.a. reife Orangen, die wir unweit der Kaserne von den Bäumen pflücken konnten.)

 

 

 

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